Aufenthalt in Donzenac in den Pfingstferien
Am Sonntag, 31.05.2026, folgten vier Familien aus Wolframs-Eschenbach der Einladung der Stadt und des Partnerschaftskomitees Donzenac und machten sich mit erwartungsvoller Vorfreude auf den Weg ins Limousin.
Kaum hatten wir uns nach unserer Ankunft in den für uns reservierten Chalets auf dem wunderschönen Campingplatz eingerichtet, erwarteten uns unsere französischen Freunde zu einem Begrüßungsabend. Hier wurden wir von der Vorsitzenden der Jumelage, Michelle Dumas, willkommen geheißen und durften bei dieser Gelegenheit auch den neugewählten Bürgermeister Jean-François Chevreuil mit Gattin sowie den für die Partnerschaft zuständigen Stadtrat Clément Thuillier und dessen deutschstämmige Ehefrau Jana kennenlernen. Nachdem auch der Vorsitzende unseres Partnerschaftskreises, Johann Schlackl, die Anwesenden begrüßte, wurde das Pizzabuffet eröffnet, das durch hausgemachte Desserts unserer Freunde ergänzt wurde. Das Fassbier, das von unserer Seite beigesteuert wurde, fand dabei ebenfalls regen Zuspruch.
Der folgende Tag war nach der langen Anreise als Erholungstag gedacht. Das schöne Wetter und die malerische Gegend verleiteten uns jedoch dazu, ins Auto zu steigen und die nähere Umgebung zu erkunden bzw. besonders schöne Orte aufzusuchen, die wir aus früheren Aufenthalten bereits kannten. Jeder hatte die Gelegenheit, den Tag nach persönlichen Interessen zu gestalten. Außerdem traf am Nachmittag noch eine weitere Familie aus Wolframs-Eschenbach ein und machte unsere Gruppe komplett.
Am Dienstagvormittag wurde eine Stadtführung für uns organisiert, bei der auf die architektonischen Sehenswürdigkeiten von Donzenac eingegangen wurde, aber auch die Neuerungen in der Stadt kamen nicht zu kurz. Vorsorglich hatten wir alle unsere Regenschirme dabei, denn das Wetter zeigte sich nicht von seiner besten Seite. Der Himmel entlud sich zum Glück aber erst, als wir beim Mittagessen im Restaurant „L’Ardoise Futée“ direkt am Marktplatz von Donzenac saßen. Gleich nach der Mittagspause ging es mit unseren privaten PKW’s weiter nach Uzèrche, wo uns und unseren französischen Begleitern eine Glasbläserin ihre Handwerkskunst bei einer beeindruckenden Vorführung näherbrachte. Im Anschluss konnten wir die von ihr gefertigten Unikate in einer Ausstellung bewundern und natürlich auch käuflich erwerben.
Am Abend stand dann ein Gartenfest bei Familie Chantalat auf dem Programm. Nachdem aber, wie schon erwähnt, sich das Wetter sehr unbeständig zeigte, wurde das Gartenfest kurzerhand in ein Garagenfest umgewandelt. Familie Chantalat hat zu diesem Zweck ihre Garage komplett aus- bzw. umgeräumt und Johann Schlackl bedankte sich ausdrücklich für diese große Mühe und Gastfreundschaft. Der Dank richtete sich auch an alle Mitglieder des dortigen Komitees, die mit ihrer Arbeit am Grill, Salaten und Desserts zu einem gelungenen und besonders geselligen Abend beigetragen haben.
Am nächsten Tag machten wir uns zusammen mit zahlreichen Freunden aus der Jumelage mit dem Bus auf den Weg nach Tulle. Dort bekamen wir eine Führung in einem erst zwei Jahre alten Museum, das in einem ehemaligen Gebäude der Banque de France untergebracht ist. In der zweistündigen Führung tauchten wir ein in die Welt, die Tulle ausmacht: die Akkordeonfabrik der Gebrüder Maugein, deren Werk durch zahlreiche Exponate veranschaulicht wurde, die Spitzenstickerei, die vor der Industrialisierung der Textilbranche eine große Rolle spielte, sowie die Waffenfabrik, die das Leben der Arbeiterklasse in der Stadt drei Jahrhunderte lang prägte. Nach dieser sehr informativen Führung verarbeiteten wir unsere Eindrücke bei einem mehrgängigen Mittagessen in der „Taverne du Sommelier“. Ganz nebenbei erfuhren wir, dass dieses Restaurant auch gerne vom ehemaligen Präsidenten François Hollande besucht wird, der in Tulle ein privates Anwesen besitzt und gelegentlich in der Gegend weilt. Die Stadt gilt als seine langjährige politische Heimat, wo er unter anderem als Bürgermeister tätig war. Nach einer Stadtführung ging es dann am späten Nachmittag zurück nach Donzenac.
Am Abend versammelten wir uns im Saal „Simone Chevalier“, wo wir mit unseren französischen Freunden zu Abend aßen. Die Mahlzeit wurde musikalisch von einem Akkordeonspieler – passend zur vorangegangenen Museumsführung – und Dudelsackklängen umrahmt. Sie bildete zugleich den Abschluss unserer gemeinschaftlichen Aktivitäten und am Ende des Abends hieß es dann Abschied nehmen von unseren langjährigen Freunden.
Die beiden nächsten Tage standen dann zur freien Verfügung und wurden von allen Teilnehmern zu Ausflügen an bekannte, aber auch für uns neue Orte genutzt. Nach zahlreichen freundschaftlichen Begegnungen und Gesprächen und dem guten Gefühl unsere Partnerschaft weiter vertieft zu haben, traten wir am Samstagmorgen unsere Rückreise an und trafen am späten Nachmittag wieder wohlbehalten in der Heimat ein.